Waschmaschinen mit Eco-Programm im Test von Stiftung Warentest

In Zeiten steigender Strompreise achten Verbraucher auf energiesparende Geräte. Bei Waschmaschinen haben Hersteller diese Tendenz längst erkannt: Viele Geräte tragen das beste Energieeffizienzlabel A+++ und verbrauchen damit nachweislich besonders wenig Strom. Bei einigen Modellen hören die Möglichkeiten zum Stromsparen aber nicht bei der Energieeffizienzklasse auf: Sie bieten spezielle Eco-Programme an, die besonders sparsam mit Energie umgehen. Bei einem 60-Grad-Sparprogramm etwa liegt die Wäsche in Wirklichkeit in einer Lauge mit deutlich niedrigerer Temperatur, bei manchen Waschmaschinen sogar bei knapp über 30 Grad. Der Hintergrund: Waschmaschinen benötigen den größten Teil des Stromverbrauchs für das Erhitzen des Wassers. Wird das Wasser nur auf etwa 40 statt auf 60 Grad erhitzt, wird weniger Energie benötigt – die Waschmaschine arbeitet also stromsparender.

Genauso rein wie im Normalprogramm?

Damit die Wäsche im Sparprogramm genauso sauber wird wie im Normalprogramm, lassen viele Hersteller ihre Waschmaschinen länger laufen. Ein 60-Grad-Eco-Programm kann dann schon einmal dreieinhalb Stunden dauern. Dennoch sparen die Maschinen im Sparprogramm durchschnittlich 16 Cent für Wasser und Strom. Flecken wie Blut, Öl und Rotwein entfernen die Maschinen dabei trotzdem zuverlässig. Hartnäckiger sind manche Pilze und Bakterien, die niedrige Temperaturen trotz Waschmittel mit Bleiche überleben. Für die meisten gesunden Menschen sollten sie kein Problem darstellen, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten Ihre Wäsche jedoch weiterhin im 60-Grad-Normalprogramm und mit einem Bleiche-haltigen Vollwaschmittel waschen.

13 Waschmaschinen mit Sparprogrammen

Den ersten Platz im Test von Stiftung Warentest belegt die Bosch WAY28742 mit der Gesamtnote 1,7 („gut“). Die Maschine wäscht und spült nicht nur gut, sie schleudert auch sehr gut. Dabei ist sie sehr leise. Im Eco-Programm setzt Bosch auf eine kleine Trickserei: Die Maschine erhitzt nur eine geringe Menge Wasser auf 60 Grad, anschließend zieht sie kaltes Wasser nach. Ebenso macht es die drittplatzierte Siemens WM14Y74D, die genauso wie die Maschine aus dem Hause Bosch die Note 1,7 erhält.

Die meisten Sparprogramme, die 60 Grad als Waschtemperatur angeben, erhitzen das Wasser nur am Anfang kurz. Im Laufe des Waschprogramms nimmt die Temperatur um einige Grad ab. Den zweiten Platz im Vergleichstest sichert sich die Miele WKF 110 WPS. Dieses Modell bietet von allen getesteten Maschinen den höchsten Komfort. Laut der Stiftung-Warentest-Redaktion wäscht die AEG Lavamat L76471PFL am besten. Im Vergleichstest landete sie dennoch auf Platz vier, weil sie lauter ist als die Modelle auf den Plätzen ein bis drei.

Beko, Gorenje und LG mangelhaft

Eine Waschmaschine kann noch so sparsam arbeiten, wenn sie nur wenige Jahre hält, verpufft der Spareffekt. Im Vergleichstest erhielten drei der Maschinen nur ein „mangelhaft“ (5,0), da sie den Dauertest nicht bestanden haben. Der Dauertest simuliert eine zehnjährige Nutzung bei 3,5 Waschladungen pro Woche. Drei Maschinen pro Modell traten den Test an. Bei der Beko WBB 71443 traten nach etwa der Hälfte des Tests bei zwei Maschinen Elektronikschäden auf, die sich nicht mehr beheben ließen. Sie zogen kurzzeitig Wasser und pumpten dieses wieder ab.

Auch die Gorenje W 8544 konnte im Dauertest nicht überzeugen. Bei einer der Maschinen trat nach einer Weile Wasser aus, bei einer anderen sprang beim Schleudern der Antriebsriemen ab. Zwei Maschinen des Modells LG F 14A8QDA mussten ebenfalls frühzeitig ausscheiden: Das Gummirohr zwischen Laugenbehälter und Pumpe war undicht.

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