Wäschetrockner im Test von Stiftung Warentest

Wäschetrockner werden immer beliebter. Gerade wenn die kalte Jahreszeit anbricht, sparen die Geräte viel Zeit und Nerven. In der Wohnung trocknet die Wäsche auf herkömmlich Weise nur äußerst langsam. Schneller geht es da schon in der Sonne. Doch dummerweise muss man hier höllisch aufpassen, dass nicht doch ein Schauer aufzieht. Und selbst im Sommer lässt sich nicht mehr mit ständiger Sonne planen. Somit ist die Anschaffung eines Wäschetrockners durchaus lohnenswert. Die Geräte benötigen nur wenig Platz, arbeiten äußerst effizient und müssen sich auch über zu wenig Sonne keine Sorgen machen. Das Verbrauchermagazin Stiftung Warentest nimmt in Ausgabe 09/2014 elf Wäschetrockner unter die Lupe und zeigt, worauf man beim Kauf achten muss.

Mit oder ohne Wärmepumpe?

Wer sich zum Kauf eines Wäschetrockners durchgerungen hat, steht vor der Wahl zwischen Geräten mit oder ohne Wärmepumpe. Auf den zweiten Blick ist die Wahl jedoch gar nicht so schwer. Auf lange Sicht ist ein Wäschetrockner mit Wärmepumpe nämlich die bessere und auch kostengünstigere Alternative. Sie sind zwar in der Regel teurer, benötigen jedoch auch weniger Strom. Somit lohnen sich Wäschetrockner ohne Wärmepumpe wenn überhaupt nur für Single-Haushalte.

In Familien mit großen Wäschemengen macht sich die Variante mit Wärmepumpe bereits nach zehn Jahren bezahlt. Das Verbrauchermagazin gibt eine Ersparnis von 215 bis 415 Euro an. In Zeiten ständig steigender Strompreise kann es sogar noch einmal deutlich mehr werden. Bleibt nur noch die Frage, ob der Wäschetrockner dann überhaupt noch funktionstüchtig ist. Laut Stiftung Warentest sind die Geräte jedoch mittlerweile so ausgereift, dass sie den Zeitraum überstehen. Vor allem da die Mechanik nicht so stark beansprucht wird wie bei Waschmaschinen.

9 Kondensationstrockner mit Wärmepumpe

AEG T77684EIH Test

Der AEG T77684EIH geht als Testsieger hervor

Den ersten Platz im Vergleichstest des Verbrauchermagazins sichert sich der AEG T77684EIH mit einer „guten“ Gesamtwertung von 1,9. Egal ob es um die Themen Trocknen, Umwelteigenschaften, Handhabung oder Sicherheit und Verarbeitung geht, der Wäschetrockner aus dem Hause AEG weiß zu gefallen. Dabei ist das deutsche Unternehmen so überzeugt von der Qualität des Produkts, dass es sogar eine Garantie von zehn Jahren auf den Motor des Trockners gibt. Mit einem stattlichen Preis von 995 Euro ist der T77684EIH jedoch auch das mit Abstand teuerste Gerät im Vergleichstest.

Den zweiten Rang teilen sich zwei Produkte – nämlich der Bosch WTW86271 und der LG RC7055AH1Z. Beide Wäschetrockner sind mit 680 Euro beziehungsweise 630 Euro ein gutes Stück günstiger als der AEG. Somit stellen Sie eine echte Alternative dar, vor allem weil die Note mit 2,0 nur geringfügig schlechter ausfällt. Auch die beiden Produkte bieten ein „gutes“ Gesamtpaket aus Trocken- und Umwelteigenschaften sowie Handhabung und Sicherheit. Zudem lassen sich die beiden Geräte sehr einfach reinigen. Während des Trockenvorgangs sammeln sich Haare oder Staub im Flusensieb oder im Wärmepumpenfilter. Diese müssen in regelmäßigen Abständigen gesäubert werden, um einen Anstieg des Stromverbrauchs und somit der Folgekosten zu verhindern.

Bauknecht und Hoover fallen leicht ab

Insgesamt fällt der Test der neun Kondensationstrockner mit Wärmepumpe sehr gut aus. Sieben Geräte erhalten eine „gute“ Bewertung. Nur der Hoover VTH 980 NA1T und der Bauknecht TK EcoSoft 8 A++ fallen mit einer „befriedigenden“ Gesamtnote etwas ab. Schlecht sind auch diese Geräte nicht, allerdings weisen sie ein paar unschöne Mängel auf. Der Wäschetrockner aus dem Hause Hoover schaffte es beispielsweise nicht, die komplette Wäsche zu trocknen. Beim Programm „Baumwolle schranktrocken“ blieben bei voller Beladung ein paar feuchte Stücke übrig. Beim Bauknecht-Trockner öffnete sich während des Tests bei voller Beladung die Tür. Stiftung Warentest gibt Aufschluss über den Hintergrund. Um ein gutes Energielabel zu erreichen, geben die meisten Hersteller mittlerweile acht Kilogramm als Fassungsvermögen an. Dabei haben die Geräte jedoch die gleichen Abmessungen wie Trockner mit einem Fassungsvermögen von sechs Kilogramm. Bei voller Beladung kommen sie somit an ihre Grenzen. Die Tür sollte sich allerdings trotzdem nicht öffnen – somit erhält der Bauknecht TK EcoSoft 8 A++ beim Teilbereich Handhabung nur eine „ausreichende“ Note.

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